Gegensätze sind heilsam ...

Im Ayurveda machen wir uns das für unser ganzheitliches Wohlbefinden zunutze



10 Gegensatzpaare kennzeichnen die 3 doshas (vata, pitta, kapha) und sind für deren Funktion von großer Bedeutung und sichern uns damit unsere Gesundheit.


1. schwer leicht

2. kalt heiß

3. ölig trocken

4. sanft spitz

5. fest flüssig

6. weich hart

7. klar schleimig

8. zart rau

9. fein grob

10. zähflüssig dünnflüssig


Erhöht sich jedoch eine oder mehrere dieser Eigenschaften in unnatürlicher Weise, geraten auch wir und unsere Gesundheit aus dem Gleichgewicht. Dann ist es wichtig mit den entgegengesetzten Eigenschaften gegenzusteuern!

Wir tun dies durch entsprechende Wahl der Lebensmittel, der Zubereitung unserer Mahlzeiten, eine zuträgliche Art der Lebensführung und durch die richtige Auswahl an Heilkräutern und Massagen.


Hier ein paar typische Beispiele für jedes dosha und wie man die Theorie der Gegensätze am besten einsetzt:


VATA (das Luftelement)

zeichnet sich aus durch die Eigenschaften leicht, trocken, hart, rau, kalt, fein,...

Dies äußert sich in zartem Körperbau, hoher Aktivität und Kreativität, die mit vielen - teils sorgenvollen und ängstlichen - Gedanken verbunden ist.

Eine Vata-Erhöhung manifestiert sich in zu Verstopfung neigender Verdauungs-problematik, Unruhe, Schlafstörungen und Verletzungsanfälligkeit (Bänder, Knochen, Sehnen).

Gegensteuern kann man durch Zuführen der Qualitäten ölig, weich, warm, sowie der Einhaltung einer klaren Tages-Struktur, mit ausreichenden Pausen. Regelmäßiges Essen in kleinen Mengen, gekocht und befeuchtend mit ausreichend wärmenden Gewürzen. Tägliche Ölmassagen mit warmen Kräuterölen.

Positive Effekte: Mehr Stabilität, weniger Gedankenkarussel, besserer Schlaf, bessere Verdauung.

TIPP: erdende Fußmassage, Abhyanga mit regenerierenden Kräuterölen


PITTA (das Feuerelement)

hier stehen die Eigenschaften heiß, ölig, spitz, flüssig im Vordergrund - daher heißt es Vorsicht bei scharfen Gewürzen, zu ehrgeizigem Verhalten, zu starker Hitze-und Sonnenexposition.

Ein zu viel an Pitta äußert sich z.B. in hohem Blutdruck, Migräne und Entzündungen.

Pitta kann sein überschießendes Feuer mit herben und bitteren (alle grünen Gemüse) Lebensmitteln zügeln und als einziger Typus auch rohe Nahrung (Gemüse, Salate) zu sich nehmen. Fleisch, Salziges und Saures sollte er nach Möglichkeit nur sparsam einsetzen.

Positive Effekte: Verbesserung des Hautbilds, Abnahme von Entzündungsneigung und Sodbrennen.

TIPP: dynamische Abhyanga Massage oder ein kühlender Stirnguss


KAPHA (das Erd-und Wasserelement)

Ist das stabilste dosha und man erkennt es an den Eigenschaften schwer, kalt, ölig, schleimig, grob. Ein Kapha Ungleichgewicht sieht man an der Zunahme an Substanz (Übergewicht, Diabetes, zu hohem Cholesterin, ..). Das oberste Gebot ist Leichtigkeit in das System zu bringen- durch leichtes, gekochtes Essen, ausreichend Bewegung und trockenen Massagen, die den Stoffwechsel ankurbeln.

Kapha ist durch eine schwache Verdauungskraft gekenntzeichnet und sollte auch stoffwechselanregende Kräuter und Tees zu sich nehmen (alle Kombinationen von erhitzenden Kräutern wie Pfeffer, Zimt, Ingwer sind hier angezeigt)

Positive Effekte: Steigerung der Leistungsfähigkeit, des Energielevels, Gewichts-abnahme.

TIPP: Trocken-Massage mit dem Garshan-Handschuh



Mehr Information zu Deinem individuellen Dosha-Typ bekommst Du in unserem Ayurveda-Zentrum am Stadtpark.


Du erfährst:

  • Deinen Ayurveda Typ und derzeitigen Ist-Zustand (Anamnese)

  • die besten Auswahl Deiner Nahrungsmittel und deren Zubereitung

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