„Fortpflanzungs-Gesundheit“ durch Ayurveda

Aktualisiert: Mai 30

Für den bestmöglichen Start ins Leben




Empfängnis – nach ayurvedischem Verständnis- ist das Ergebnis gesunder Spermien, gesunder Eizellen und einer gesunden Gebärmutter.

“Fortpflanzungs-Gesundheit” benötigt demnach einen intakten Status des reproduktiven Gewebes (im Ayurveda als Shukra Dhatu bezeichnet) beider Elternteile.


Shukra Dhatu ist das siebte und feinste Körpergewebe, dessen Hauptfunktion die Fortpflanzung ist. Da das reproduktive Gewebe erst spät genährt wird, neigt es leicht zu Mangelversorgung. Befinden sich alle sieben Körpergewebe in gutem Zustand und verfügen beide Eltern über einen stabilen seelischen und geistigen Zustand, dann sind alle Voraussetzungen ein gesundes Kind zu empfangen, gegeben.



Wie in der Landwirtschaft, wo das Feld vor dem Ausbringen der Saat gründlich gereinigt und gepflügt wird, um daraufhin eine ertragreiche Ernte zu erwarten, sieht die ayurvedische Lehre vor, bei Kinderwunsch die Körper beider Elternteile entsprechend auf die Ankunft des neuen Lebens vorzubereiten.

Daher ist eine Reinigungskur (Panchakarma) vor jeder Schwangerschaft unbedingt angeraten. Dabei können sich Mutter und Vater körperlich und seelisch auf die Elternschaft vorbereiten und die besten Voraussetzungen für ihre Nachkommenschaft schaffen.


Panchakarma, Rasayana und Vajikarana

Panchakarma und Rasayana gelten als Basistherapie für Fruchtbarkeit von Mann und Frau. Sie wirken regenerierend für erhöhtes vata dosha, kühlen bei pitta dosha und beseitigen Schlacken aus den Geweben und den Transportkanälen.

Die Reinigungsprozeduren erleichtern den Eisprung, beseitigen lokale Störungen und Blockaden in den Leitungsbahnen und fördern somit den Samenerguss beim Mann und die Durchlässigkeit der Eileiter bei der Frau.


Ein wesentlicher Aspekt für diese Effekte liegt in der Verdauungskraft, auch Verdauungsfeuer (Agni) genannt. Schwaches Agni führt zu unvollständiger Verwertung der Nahrung und der Bildung von Schlacken (Ama), was die Qualität und Beweglichkeit des Samens beeinflussen kann.

Bei jeder Ayurveda Behandlung wird daher primär der Zustand von Agni geprüft. Hierbei spielen verdauungsfördernde Heil-Kräuter und Gewürze, sowie die Art und die Zubereitung der Nahrung eine wesentliche Rolle.


Nasya (Nasenspülungen), Basti (reinigende und nährende Einläufe) und Wärmetherapien (svedana) lindern Verspannungen und setzen Verunreinigungen und im Körper blockierte Energien frei. Sie nähren den Körper und vitalisieren den Geist und stärken das Immunsystem.



Manuelle Therapien, wie z.B. der Stirnguss (Shirodhara) oder die Ganzkörpermassage (Abhyanga), unterstützen den Reinigungsprozess, lösen Blockaden und emotionalen Stress.


Verjüngungs (rasayana) Therapien wirken stresslindernd, nähren alle Körpergewebe, und besänftigen Vata. Rasayana stellt im Ayurveda die höchste Form körperlicher und geistiger Veredelung dar und wird bildlich oft mit einem Nektar oder Jungbrunnen verglichen.


Unter Vajikarana versteht man den Aufbau und die Stärkung des feinsten Körpergewebes Shukra zur Fortpflanzung und Aphrodisierung. Die Wirkung erstreckt sich zudem auf die psychische Stabilität, da das Nervensystem und die Fortpflanzungsorgane eng miteinander verbunden sind.

Rasayana und Vajikarana werden im Ayurveda zur Stärkung der Zeugungsfähigkeit kombiniert eingesetzt.


Ratschläge zu Ernährung und Lebensstil

Gesundes Shukra Dathu ist durch die Stärke des Wasserelementes gekennzeichnet. Frisch, saftig und süß sollten somit die Eigenschaften der Nahrung sein.

  • Übermäßiger Konsum von sauren, bitteren, scharfen und herben Speisen verringert das Fortpflanzungsgewebe. Salz, scharfe und reizende Gewürze einschränken.

  • Förderlich sind Gewürze wie Safran und Kardamom, Ajwain, Cumin, Kurkuma.

  • Süße, saftige Früchte, wie Mangos, Pfirsiche, Pflaumen, Birnen - in Ghee gebratene Banane, mit Zimt und Kardamom ist nicht nur geschmacklich wertvoll, sondern auch ein gutes Mittel um die Fruchtbarkeit zu steigern.

  • Auf eine ausreichende Versorgung mit Pflanzenölen aus Olive, Raps, sowie Nüssen und Kernen achten. Das am stärksten aphrodisierende Fett ist Ghee.

  • Getreide: Weizen- und Dinkelprodukte bevorzugen, Konsum von Hirse, Mais und Quinoa einschränken.

  • Sharkara gilt als hochwertigster Rohrzucker und wirkt als Süßungsmittel aphrodisierend.

  • Reizstoffe wie koffeinhaltige Getränke (Kaffee, Grün- und Weiß-Tee, Matetee), Alkoholika und fermentierte Produkte (z.B. Sojasaucen) reduzieren.

  • Keine fettigen Speisen und Nahrungsmittel, die Konservierungsstoffe enthalten, sowie raffinierte Kohlenhydrate, wie Weißbrot, Pasta, weißer Reis.

Über-und Untergewicht, sowie Stress haben großen Einfluss auf die weibliche Fruchtbarkeit. Eine positive Einstellung zum Leben ist eine wichtige Voraussetzung für eine Schwangerschaft.


Ayurvedische Heilpflanzen

Unfruchtbarkeit an sich ist noch keine Krankheit, gilt jedoch als Manifestation einer solchen. Jegliche Heilpflanzen wirken den zugrundeliegenden Ursachen entgegen und helfen, diese zu beseitigen. Die am häufigsten verwendeten Pflanzen sind Ashwagandha (Withania Somnifera), Shatavari (Asparagus Racemousus), Amlaki (Emblica Officinalis) sowie auch pflanzliche Zubereitungen z.B. Chyavanprash.


In der richtigen Kombination aller Maßnahmen kann Ayurveda die entscheidenden Faktoren, wie die Regulation des Menstruations-Zyklus, die generellen Stärkung des Körpers, die Verbesserung der Spermienqualität, die Stressreduktion, die Verbesserung der Schlafqualität und die Balance des Hormonsystems positiv beeinflussen und auch eine gute Vorbereitung für eine erfolgreiche in-vitro Fertilisation (IVF) darstellen.


Wir freuen uns Euch zu beraten!


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